mad moron’s mirror # 5 (februar 2010)
Mittwoch 25. Mai 2011, 17:22
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mmm-5

unmusikalisch, zeitlos, hunorvoll.



xao trifft hilsberg (1980)
Freitag 26. November 2010, 16:50
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fotoscheu wie greta garbo - die graue eminenz der neuen deutschen musikszene. überblick-autor xao seffcheque sprach mit alfred hilsberg, dem punk-papst der brd, 99 heisse infos über neue deutsche gruppen, rockmusik und korruption.

xao-triff-hilsberg-1980

erschien im düsseldorfer stadtmagazin überblick, oktober 1980.

dank an karin dreier.

(neueres interview hier)



male: keine macht der welt (wie bonnie und clyde, dezember 2003, tor 3, düsseldorf)
Dienstag 02. Juni 2009, 14:39
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dank freundlichem engagement von claus ritter, von dem zwar ein aktuelles fussbekleidungsbild fehlt, -vielleicht aber noch ein paar infos zu diesem song eintreffen werden, der wohl zu den neueren stücken von male zählt, die bereits vor einigen jahren ein aktuelles album angekündigt haben, auf das man mit diesem titel als vorgeschmack weiterhin guter dinge gespannt bleiben darf:

keine macht der welt



ostrich online
Montag 01. Juni 2009, 20:03
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aus tradition geschmack-und respektlos, selbstermächtigt.
mit 1 glasauge auf die legendäre öde und 1 hörgerät im jenseits:

the ostrich
 



der plan: weltaufstandsplan (november 1979, shvantz, frankfurt)
Montag 01. Juni 2009, 15:20
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das letzte stück auf der cassette von diesem konzert:

weltaufstandsplan

wir lesen alles über neue anlässe zum weltaufstandsplan bei gnogongo



rauchschwaden aus dem rondokeller/japaner in düsseldorf-karaoke-set
Donnerstag 28. Mai 2009, 14:34
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dieses frühjahr zwangen mich zugreisen zur versorgung mit lesestoff, und so stiess ich in der nahe dem hbf düsseldorf gelegenen stadtbücherei auf die afrika-tagebücher von michel leiris, die meine fahrten ins öde dormagen mit einem einblick in die dreissiger jahre und interessanten informationen über den weiteren werdegang jenes rand-surrealisten anreicherten, der seinerzeit u.a. mit dem originellen millionär raymond roussell bekannt war, welcher als erster im speziell konstruierten wohnmobil ebenfalls durch afrika reiste, jedoch ohne überhaupt die kabine zu verlassen, wo er bei geschlossenen vorhängen komplizierte sätze über das etikett einer mineralwasserflasche verfasstte. - sehr empfehlenswert das, - vorausgesetzt, man neigt dazu, sich darin zu vertiefen, und hat nichts gegen leiris´ mehrfach gespiegelte seelendurchleuchtung nach altmodischem strickmuster einzuwenden, dann kann es leicht passieren dass man lust bekommt, nach lektüre der afrikaexpedition in seinen später geschriebenen büchern nach hinweisen und erläuterungen zu diesem wichtigen kapitel seines bereits beendeten lebens zu stöbern, und so greift man womöglich genau wie ich zu den ansonsten etwas langweiligen werken aus der autobiografischen serie “die spielregel”(band 2, krempel, 1985 matthes & seitz) und sucht darin erfolgreich nach weggelassenem und zensiertem aus dem spannenden expeditionsbericht von 1931.

buch zwo (thomas hecken: gegenkultur und avantgarde 1950-1970, 2006 francke verlag) erfordert neben einer kleinen portion fantasie auch spass an der ahnenforschung, dann gibt es nichts aufregenderes, als sich unter die meute langhaariger weintrinkender querulanten zu mischen, die sich kurz nach ende des 2. weltkriegs in paris unter dem namen lettristen formierten und geniale sprüche klopften, wie “arbeitet nie!”, die sie auch auf ihre hosen schrieben, wofür sie damals sicher aufs hoffnungsvollste für bekloppt erklärt wurden, - um etwas später zu den situationisten zu mutieren, die grosse erfinder von verweigerungen waren und mit ihren genial-frechen ideen u.a. vieles vorwegnahmen, was malcolm mc laren 10 jahre später auf t-shirts druckte und als vermarktungsstrategie für die sex pistols anwendete.
gut erklärt sich aus diesem buch die herkunft einiger ideen, die bis heute um uns herumgeistern und aus historischer unkenntnis oft für volkseigentum gehalten werden, so liest man zb, dass laut allen ginsberg “die einnahme bestimmter drogen demokratische wirkungen zur folge hat”, und freut sich an dieser experimentellen weisheit post mortem über das bereits unvermutet eingetretene happy end vieler falsch gestellter fragen und probleme. 

buch drei (peter hein: die songtexte 1979-2009, lilienfeld verlag) beginnt mit dem wort “kulturschock” und enthält grösstenteils kryptische fussballtexte, die beim anhören der dazugehörigen musik sowieso in belanglosigkeit versinken. 

wer braucht dieses buch? - ich glaube, vor allem der verlag hat es nötig, sich etwas jugendlich aufgeschlossen zu geben, und so wurde ein cremefarbenes cover kreiert, auf dem herr hein in unsäglichen schuhen auf der brüstung eines kirchenfensters sitzt und guckt wie struwwelpeter aus hoffmanns märchen, die meiner erinnerung nach leider mehrfach spanndender sind als das, was peter zur ein-und ausleitung seiner texte (diesmal bedacht auf vermeidung allzu langer sätze) eigenhändig hinzuzufügen hatte.
positiv auffallend ist jedoch die im verlagsprospekt angekündigte einleitung von wiglaf droste, die im buch gottseidank fehlt. auch die fotos sind gut ausgesucht und vorher unveröffentlicht.
da sich hein in seinen bereits erwähnten kommentaren, die etwas von thekenreden haben, auch an teile unserer gemeinsam verbrachten zeit erinnert, benütze ich die gelegenheit dazu, interessierten lesern zu versichern, dass es noch erinnerungen an begebnisse gibt, die bislang von beiden seiten als untauglich für texte angesehen wurden. aber wie sich die schuhmode ändert, so kann sich auch die erinnerung mit seltsamen borten beziehen und an hühneraugen-stellen plötzlich überraschende steppnähte aufweisen.

das selten werden neuer einträge im rondo-blog hat mit persönlicher übersättigung an der thematisch behandelten zeit zu tun, und keinesfalls mit mieser laune, üblem geschmack oder zweifelhaftem umgang mit nutzlosen büchern.



ela eis: my clown (1982, partysnäcks-sampler, ink records 010 lp)
Montag 18. Mai 2009, 17:46
Abgelegt unter: Musik


foto ar/gee gleim

ela eis, seinerzeit schmuckstück im ratinger hof, verfertigte diesen song mit hilfe zeitgenössischer musiker aus dem umfeld der ink records (smarties, croox) als beitrag für einen sampler, der den angeblichen soundtrack zu einem fiktiven film namens die tanzbeinsammler enthält.

my clown



xao seffcheque: polnische wellen (sounds 1980) / dezerter: spytaj milicjanta (1983)
Samstag 16. Mai 2009, 15:34
Abgelegt unter: Musik, Text

das zweite resultat einer gemeinsamen polen - exkursion von xao seffcheque und peter glaser:

während glasers bericht eine bereits erwähnte kurzgeschichte ergab, - schrieb xao darüber eine kleine zweiteilige (sounds 10/11, 1980)  story und knüpfte wahrscheinlich auch einige kontakte, was zu einem gegenbesuch von ungefähr 7 polnischen musikern im wohnkeller seffcheques zu düsseldorf führte, die ich einmal zufällig dabei überraschte, wie sie gutgelaunt einer dose ölsardinen harrten, die xao als festmahl in einer pfanne erhitzte, - wozu er auch mich noch grosszügig einlud - was ich damals aber erschrocken dankend ablehnte…

polnische-wellen-1980

als ersatz für ein nichtvorhandenes tonbeispiel einer im artikel erwähnten band hier ein ca. zwei jahre später bei ar/gee gleim aus polen eingegangenes schriftstück… 

…das der folgenden ep von dezerter (die sich durch anmutiges produktdesign auszeichnet) beifügt war und möglicherweise ein bisschen polnischen hardcore enthält, der vielleicht bei begabten hörern ähnliche gefühle auslöst, wie die unter anderen umständen oben erwähnte dose fisch beim damals erstaunten verfasser:

spytaj milicjanta

 

in ermangelung von bier mit zwiebeln und wurst runden wir dieses ensemble mit einem jugoslawischen badge ab, von dem uns karin dreier versichert, was darauf steht heisst ebenfalls punk

dieser artikel besteht aus 100% recyclebaren archivleihgaben von karin dreier und ar/gee gleim.



psychotic tanks: 200 watts (1981/2009, raffmix)
Dienstag 12. Mai 2009, 20:20
Abgelegt unter: Rondo Singles + Sessions


foto ar/gee gleim

hier wieder mutantenmusik von psychotic tanks aus köln.
die backings wurden 1981 im rondokeller aufgenommen & weil das master verschwand wurden diese vier spuren in neuester zeit von den tanks zuhause und in den gemütlichen


foto karin dreier

mit frischem bass, stimmen, gitarren und pianos ergänzt:

2oo watts

    

  



the ostrich
Montag 11. Mai 2009, 01:15
Abgelegt unter: Fanzines, Musik


das erste deutsche fanzine wiederaufersteht online.

teile der 1978er original-redaktion verspüren mit ende 40 erneut die notwendigkeit, den dialog mit der mittlerweile ausgebluteten musik-welt und deren nachtrauernden hinterbliebenen nach 30 jahren taktvoll wiederaufzunehmen:

the ostrich