Freitag 26. September 2008, 22:48
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Das musikalische Schaffen padeluuns jenseits von Rondo ist durchweg bis heute recht obskur geblieben und führt zunächst zu den marginaleren Ausläufern der “genialen Dilletanten” in Berlin. Ein Auftritt padeluuns bei der konstitutiven “großen Untergangsshow” blieb wohl undokumentiert, denn er wird zwar auf dem Plakat angekündigt, taucht aber leider auf der Trackliste der VOD-Veröffentlichung des Mitschnittes nicht auf. Dafür findet sich sein Name auf zwei Veröffentlichungen von Blixa Bargelds Eisengrau-Kassettenlabel, und zwar auf dem ‘found sounds’-Collagensampler “Eisengrau Allstars” (der wohl kürzlich zumindest teilweise auf einer CD für Neubauten-Subskribienten wiederveröffentlicht wurde), sowie auf einer Soloveröffentlichung mit dem Titel “Frohwalzer”.
Der hier vorliegende, namenlose Track erschien 1981 auf einem Sampler des Cassettencombinats, dessen Konzept mit dem Titel “Musik zur Entspannung” umrissen wird.
Das Cassettencombinat war neben Eisengrau eine der zentralen Institutionen der “Geniale Dilletanten”-Bewegung. Dort erschienen u.a. frühe Kassettenveröffentlichungen der tödlichen Doris und von Alex Hackes “Borsig-Werke”. Betrieben wurde das Kassettenlabel von “o.u.t. productions” bzw. von der Band “Ohne Unter Titel”, aus der später die semi-prominenten “Sprung aus den Wolken” hervorging. Vermutlich dürfte das Cassettencombinat daher in deren (ebenfalls ziemlich marginalen, aber immerhin auch auf Vinyl aktiven) Label “Faux Pas” aufgegangen sein, bei dem mindestens bis Mitte der 80er noch diverse Tapes geordert werden konnten.
In der westdeutschen Provinz, auf Werner Piepers “Transmitter Cassetten”, gab’s von padeluun neben einem Tape-Reissue der zweiten Rondo-Single (”Keine Cassette”) dem Vernehmen nach auch noch eine Soloveröffentlichung namens “Musik zur Entspannung”, die möglicherweise die hier gebotene Medikation (auditives Valium) in noch höherer Dosierung verabreicht. Hinweise sind erbeten. Pieper ist übrigens vor allem aufgrund seines Verlags “Der grüne Zweig”, dessen Programm von Drogenhandbüchern wie “Psychoaktive Pflanzen” oder “ZauberPilze” bis zur “Hackerbibel” des Chaos Computer Clubs reicht, eine legendäre Koryphäe der deutscher Gegenkultur.
Zu guter Letzt nennt Frank Apunkt Schneiders Kassettographie noch eine weitere padeluun-Tapeveröffentlichung unter dem Titel “Neodebil music” von 1980, zu der mir jedoch ebenfalls keine weiteren Informationen vorliegen. Vermutlich ist diese Kassette noch während padeluuns Düsseldorfer Zeit entstanden.
weitere daten zur abrundung des lebenslaufs von padeluun folgen in kürze!
Hier gibt es ein, wie ich finde, recht gutes padeluun-Interview bei heise.de, in dem auch seine Punk/Neue Welle-Zeit kurz angesprochen wird.
Montag 22. September 2008, 17:39
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ich weiss nicht, ob viele leute nette menschen kennen, die schlechte musik machen, aber mir ist dieses dilemma im leben schon oft genug begegnet, um folgedessen dankbar zu sein, wenn die musik fies ist und die leute doof sind, das spart überflüssige rücksicht.
anders ist besser, und so war es damals, - gutes beispiel: tutti frutti. - so nett die leute waren, man brauchte sich bei ihnen nie vor schlechter musik zu fürchten, wie dieses kleine beispiel, das mir gestern überraschend via brotbeutel in die hände fiel, allen anderen netten menschen sofort anschaulich machen wird:
der letzte auftritt folgte auf eine schon längere nichtexistenz, war gutorganisiert und lief chaotisch.
mipau spielten zur schliessung dieser galerie, weil carmen knöbel darum gebeten hatte. dafür wurde zweimal geprobt und neben rivers of babylon auch da da da einstudiert. - da trio auf ihrer ersten lp so schamlos von mittagspause gekupfert hatten, waren janie und thomas ihnen bis in die charts gefolgt, um sie bei dieser gelegenheit in der dia foundation endlich zu stellen:
Samstag 20. September 2008, 00:43
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hier klingen vorsprung nicht nach cure. hätten sie noch eine weile so weitergemacht, dann wären krupps und freunde der nacht möglicherweise von ganz anderen leuten erfunden worden, - wer weiss ?
hier 4 freunde der band (verdeckt: haribo) auf dem langen weg nach derendorf (lüge, foto zeigt nicht düsseldorf…), wo sich die obskuren dreiecksstuben damals in unmittelbarer nachbarschaft zum studio klangwerkstatt befanden.
eine unvergessliche gemeinheit auf diesem festival war, dass mipau und male dem schlagzeuger von croox (die keiner mochte) während des auftritts nadeln von badges durch den bühnenvorhang in den allerwertesten stachen und sich dabei köstlich amüsierten.
gerechtigkeitshalber muss man sagen, dass er ein tapferer bursche war und das ganze set durchhielt, ohne sich dagegen zu wehren.