Abgelegt unter: Finger fuer Deutschland
![]()
die technischen schwierigkeiten wurden heute auf überraschende art von einem sehr netten menschen gelöst, der sowohl persönlich, als auch musikalisch zu einer als ausgestorben oder verschollen vermuteten gattung zu gehören scheint, denn er ist nicht nur ein begnadeter computerflüsterer, sondern auch schlagzeuger bei einer band aus einer fremden galaxie, wie man hier feststellen kann.
thematisch geht es mit einer überraschung weiter: eva gössling hat sich gemeldet, mit originalerinnerungen an ihr saxophon bei den nachdenklichen wehrpflichtigen. sie verrät songtitel, das line-up und historische details, die den auftritt dieser oft verschmähten und verkannten gruppe um diedrich diederichsen und albert oehlen bei finger für deutschland erläuternd kommentieren:
Aufregender Höhepunkt im Ratinger Hof die Wahlparty, Finger für Deutschland, von Carmen Knoebel organisiert. Carmen, die Grand Dame des Hofes, Gattin von IMI, dem kleinen IMI. R. A. Penck las Gedichte, beklopfte mit einem Geldstück das Mikrofon, megaschrill. Riesenpublikum als Mittagspause, Punk-Kult-Band mit Janie Jones, Markus Oehlen und Franz Bielmeier spielten. Danach die Nachdenklichen Wehrpflichtigen. Frieder Butzmann von Liebesgier aus Berlin und Martina von Östro 430 Tenor-Sax, Albert Oehlen, Ulrike Harbig und ich Alt-Sax, Diederich Diederichen bediente die Bontempi Kinderorgel, Markus Oehlen und Xao am Schlagzeug, knüppeldick die Schlagzeugstöcke, sie trugen Bauarbeiterhandschuhe.
Zusammen hatten wir noch nie gespielt. Vor dem Auftritt ein Gerneralpröbchen im Bierkeller, dann musste das Publikum dran glauben. Michael Schirner, man nannte ihn Werbepapst, stand vor der Bühne. Stand nach zwanzig Minuten ziemlich alleine. Unausgesprochenes musikalisches Motto, Härtetest fürs Publikum. War er taub, der Herr Schirner, heute Professor in Tokio, oder Peking? Er schaute so begeistert. Wir hatten Spaß, den richtigen Heidenspaß. Die Menüfolge: 100 Mann und ein Befehl. Schreibe vom Bierkeller Musikmanuskript ab, das habe ich, auf dem Skizzenpapier vom Albert Oehlen, mit Bleistift notiert, damals im stinkenden Bierkeller des Ratinger Hof. Typisch geniale Dilletanten. Sie sollen auch Ihren Heidenspaß haben. Bitte schön, hier ist er, aus der Retorte:
schwierigkeiten
Gehauchtes Saxophon und Bontempi
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen
Einen Kommentar hinterlassen
Zeilen und Absätze brechen automatisch um, E-Mail-Adresse wird nie angezeigt, HTML erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>













