mittagspause: jam (1980, rondo-sessions)
Sonntag 05. April 2009, 14:44
Abgelegt unter: Mittagspause-Retro-Box


im winter 1980 kamen wir im rondo - keller zusammen wie die hl. vier könige, um unser vermächtnis, von dem die rede geht, besagter abschnitt daraus sei besonders langweilig und öde - auf 4 - spur festzuhalten.

langweilig und öde war es tatsächlich geworden, miteinander zu spielen, - wovon sich geneigte hörer dank aneinandergefügter glücklicher umstände und durch mausklick auf den untenstehenden titel, der in dem öden material von 1980 zu den besonders unverwendbaren teilen zählt, mit eigenen ohren überzeugen können.

man sieht dazu (oben) ein foto von carmen knoebel, das exakt die drei bei diesem stuss beteiligten personen - jedoch gut zweieinhalb jahre vor ausführung ihrer gottseidank wortlosen aufwärmübung, - bei abschluss früherer tonarbeiten und ausstrahlung vormals berechtigter zufriedenheit zeigt.

jam

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6 Kommentare
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Also ich finds gut. Aber das muß ja nichts heißen.

Kommentar von The Cartoonist 04.05.09 @ 17:18

Ich verstehe das Problem. Als Zuhörer hört man ja nicht, was der Musiker eigentlich will. Da klingen alle Fehler wie Absicht. Als Zuhörer höre ich am Anfang Neu!, dann gleitet es leider in Blues und Rock’n'Roll-Strukturen ab. Es hebt nicht ab, sondern versandet irgendwie. Als Musiker höre ich eine Wiederholung früherer Rhythmen und Sounds, also Stillstand statt Weiterentwicklung - was ja eines der wichtigsten Schlagworte aller Musiker jenseits von Stumpfpunk war. Stehen bleiben ist oft frustrierend. Das erinnert mich an das Ende einer meiner Bands: eines Tages kam ich mit einer Strat statt mit der alten Les Paul in den Übungsraum, weil ich was neues ausprobieren wollte. Die anderen 3 wollten nicht - und das war es dann. Was hätte man anders machen können? Vielleicht sich mehr von Neu! inspirieren lassen. Oder von S.Y.P.H., die haben das mit den Improvisationen irgendwie besser hingekriegt. Oder einfach aus dem Anfang des Jams einen Loop machen und ein paar andere Sounds oder Melodiekürzel darüber legen: http://www.oddiooverplay.com/comp/18_-_Ton_Ruckert.mp3

Kommentar von martinf 04.05.09 @ 23:55

ja, s.y.p.h sind genial damit umgegangen,-nur fand ich improvisationen damals ziemlich reizlos, ausser als persiflage. mipau war in ihrer besten zeit eine total disziplinierte maschine, als unsere ideen auseinanderdrifteten, gab es auch nichts mehr zum einstudieren.
vielleicht finde ich den hörbaren niedergang bei mipau bloss interessant, weil ich selbst daran beteiligt war. wahrscheinlich hat er nicht mehr wert, als jeder andere niedergang auch.

Kommentar von franz 04.06.09 @ 20:38

das musikstück dazu ist lustig!

Kommentar von franz 04.06.09 @ 20:39

Ich find’s gar nicht so schlecht anzuhören, aber im Gegensatz zu euren alten Sachen halt etwas belanglos. Da merkt man, dass euch so langsam die Ideen ausgingen. Aber zB “Paff” finde ich schlimmer :D

Kommentar von MacDödel 04.07.09 @ 02:24

paff war wenigstens einstudiert und kam einigermassen unerwartet. dass einigen schon damals davon schlecht wurde, fand ich eigentlich positiv!

Kommentar von franz 04.07.09 @ 07:35



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