Abgelegt unter: Musik
im leben eines kulturschaffenden gibt es immer mal einen ausrutscher, den man lieber ungeschehen machen würde. dazu ist sicher das verwursten beethovenscher klänge in digitaler manier von tommi stumpff in zusammenarbeit mit pyrolator zu rechnen.
welchen anteil daran pyrolator hat, kann ich nicht beurteilen. die idee stammt auf jeden fall von tommi stumpff, der immer mal das bedürfnis hatte, sich auf einem feld zu tummeln, das nach seiner auffassung dem den traditionen verhafteten normalkonsumenten offenbaren sollte, dass tommi stumpff auch das kann, was der normalkonsument anerkennt und nachvollziehen kann. das kann dann das cover eines songs wie black night sein, das tommi stumpff als 6/8 takt begriff, während es original im 4/4 takt geschrieben wurde, aber durchgehend triolen aufweist oder aber eben beethoven. man greift halt zu den göttern.
doch hier reicht es mal nur zum jauchzenden wiedererkennen in der aufgemotzten eckkneipe eines heruntergekommenen vororts. hollywood ist da ganz weit. hollywood war auch nicht gemeint. sei es wie es sei. günther noris hat zur gleichen zeit mit seiner “modernisierung” von vivaldis vier jahreszeiten immerhin den sprung hin zur konsumierbarkeit für das anspruchsvolle publikum auf den kurpromenaden von borkum und andernach geschafft.
ar/gee gleim, november 2008

elise on the beach
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das ist ja wirklich grauenvoll. wdr vier … sagt man hier …
Kommentar von ghee 11.18.08 @ 19:31